Die Montage “Der Spaziergang”

April 2nd, 2008 von kirstin

Als wir mit unseren 6 Stunden Material wieder in Hamburg angekommen sind, wollten wir natürlich so schnell wie möglich alles eindigitalisieren, standen aber vor dem Problem, dass kein PC die Kamera erkannt hat. Bis uns klar wurde, dass der i-Link Port der Kamera nicht funktionierte. Dann haben wir aber glücklicherweise von Sony eine Austauschkamera bekommen, die problemlos von unserem HDV-kompatiblen Schnittprogramm erkannt wurde.

Wir haben uns für Adobe Premiere Pro 2 entschieden, das uns auch bis ans Ende nicht im Stich gelassen hat und auch das Rendern der großen Dateien bewältigt hat.

Die Schwierigkeit im Schnitt bestand u. a. darin, die sehr unterschiedlichen Lichtverhältnisse am Meer miteinander zu kombinieren. Außerdem waren einige Aufnahmen trotz sehr schweren Stativs doch etwas wackelig geworden, da der Wind teilweise auch dafür einfach zu stark war. Das konnte man auf dem kleinen Monitor beim Dreh nicht so genau sehen.

Abgesehen von diesen kleinen Problemchen hat es sehr viel Spaß gemacht, mit den Bildern zu arbeiten. Entstanden ist “Der Spaziergang”, ein Einblick in einen faszinierenden Ort am Meer im Winter.

Es war dann noch einige Arbeit, die Gedichte von Hendrik einzubauen und die passende Musik zu finden, aber am Ende haben wir eine DVD mit einer Länge von 8′50” hergestellt, die uns allen sehr gut gefällt und wir denken, dass es noch viele Gelegenheiten geben wird, den Film zu zeigen.

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Ein Tag am Meer ohne Hendrik

February 21st, 2008 von kirstin

Dreh in Dänemark

  1. Februar - Abfahrt

Dispositionsgemäß hat sich unser Team am 1. Februar in Hamburg getroffen. Mit zwei Autos haben wir uns dann auf den Weg an die dänische Nordseeküste gemacht. Dort sind wir Freitag Abend angekommen und haben erstmal das Haus gemütlich gemacht, um dort die nächsten Tage zu arbeiten.

Es war sehr stürmisch und regnete, dadurch wurde es eine etwas längere Reise. Da unser Projekt sehr wind- und wetterabhängig ist, waren wir natürlich sehr gespannt, wie uns das Wetter am nächsten Tag überraschen würde.

Geplant war, dass Hendrik und Torsten für zwei Tage zu uns stoßen, wir dann die Aufnahmen mit Hendrik und die Wasseraufnahmen machen. Außerdem sollte Schnee liegen, damit wir das “Winterfeeling” besser sichtbar machen können.

2. Februar - SuperSonne

Der erste Tag ohne Hendrik und Torsten lief nach Plan, wir hatten einen schönen Sonnenaufgang, es wurde so kalt, dass am morgen sogar eine hauchdünne Schneeschicht zu sehen war und die Wellen sahen für uns Laien auf den ersten Blick sehr gut aus. Wir hatten Wind aus südlicher Richtung. Den ganzen Tag haben wir gedreht und sehr schöne Aufnahmen vom Strand und den Wellen und uns die Orte angesehen, an denen Hendrik surfen geht.

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© Bildschön

Nachmittags haben wir dann mit Torsten telefoniert, der meinte, dass die Wellen für Wasseraufnahmen nicht geeignet seien und wir den Termin mit ihm auf einen späteren Zeitpunkt verschieben müssten.

Das hat uns etwas deprimiert, aber wir hatten auch so genügend Pläne für zwei Tage mit Hendrik, der am Abend zu uns stoßen wollte, um am nächsten morgen früh aufzustehen.

Ein paar Stunden später meldet sich Hendrik aus Kolding im Süden Dänemarks, dass er in ein dermaßen starkes Unwetter geraten ist, dass es nicht bis zu uns schafft und umkehren muss. Er wollte es in den nächsten Tagen noch einmal versuchen. Diese Nachricht hat uns zunächst aus der Fassung gebracht und wir sahen das ganze Projekt als geplatzt an, zumindest unseren Beitrag für den Shoot and Cut Award. Am Abend haben wir uns mit Rum etwas beruhigt und wollten zunächst den nächsten Morgen abwarten.

Alle Rechte vorbehalten einschließlich Vervielfältigung. Verwendung nur gegen Honorar und Belegexemplar. Urhebervermerk wird gemäß § 13 UrhG verlangt.

Plan B

February 21st, 2008 von kirstin

3. Februar - Plan B

Wir sind den Tag angegangen in dem Gefühl, dass wir zumindest weitere Aufnahmen rund um das Meer machen und haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Hendrik doch noch zu uns stoßen würde. Unseres Erachtens nach waren die Wellen gut geeignet. Doch dann bekamen wir eine SMS von Hendrik, dass er es tatsächlich nicht schaffen würde und so waren wir auf uns fünf angewiesen und fingen erstmal an nachzudenken, was wir aus diesem schönen Ort sonst machen könnten.

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© Bildschön

Von den Bersteinsammlern, 1000 Möven, Fischern und Surfern im Ort inspiriert hatten wir dann plötzlich die Idee, unser Projekt etwas mehr der Situation anzupassen, damit wir nicht ganz umsonst das Haus gemietet und die Spritkosten bezahlt haben.

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© Bildschön

Die Idee war, einen Vorfilm zu Wellenlese zu drehen „Ein Tag in Klitmöller ohne Hendrik“. Der Film beschäftigt sich mit dem Leben am Meer, mit der Abhängigkeit der Surfer, Fischer und Bersteinsammler von den Wind- und Wetterbedingungen, denen sie ständig ausgesetzt sind und die sie nicht ändern können. Als Einleitung und um den Bezug zu Wellenlese zu erhalten haben wir uns als Team inszeniert und auch Hendriks Abwesenheit in den Film integriert.

Mit der Umsetzung haben wir uns dann in den nächsten beiden Tagen beschäftigt, um die verschiedenen Tageszeiten und Witterungen einzufangen und kleine Statements von den Leuten im Ort einzusammeln, die auch nur zu bestimmten Zeiten am Strand vorzufinden waren.

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© Bildschön
6. Februar – Abreise

Alles in allem haben wir das Gefühl, einen schönen Film machen zu können, auch falls ein Nachdreh mit Hendrik Anfang März nicht klappen sollte.

Wir haben insgesamt 6 Stunden schönes Material gedreht.

Jetzt müssen wir uns der Digitalisierung zuwenden und sehen wie wir das Problem mit dem kaputten i-Link-Port lösen können.

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© Bildschön
Alle Rechte vorbehalten einschließlich Vervielfältigung. Verwendung nur gegen Honorar und Belegexemplar. Urhebervermerk wird gemäß § 13 UrhG verlangt.

notizen dreh wellenlese klitmöller von robert 20.02.2008

Die Wellen kamen tosend auf uns zu…

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© Robert Laatz
…nur unser Protagonist der steckte dann auf halbem Wege zu uns fest… unser Material haben wir dann doch bekommen, im wahrsten Sinne des Wortes, dem Wind und Wetter abgerungen….

Dank ihrer super Vorbereitung kann das Hamburger Bildschön Regie- und Produktionsteam aus Unvorhersehbarkeiten gute Idee generieren, und so waren wir als Team nicht nur gut versorgt mit den richtigen Ideen im richtigen Moment sondern auch mit schnellen und geräumigen Autos und cooler Musik für den Weg. Weiterhin gehörten zum Team der Tonmann Ronny mit Erfindungsgeist (Stichwort Damenstrumpf überm Windkorb) und ein leidenschaftlicher Koch, der eigentlich Architekt ist, der es versteht aus Strandgut Sofas zu bauen und der uns in die Ästhetik naturgegebener Formen einweihte ….nicht zu vergessen mit mir dem schlafsüchtigen Kameramann, der jede Gelegenheit zum Shopping in Expeditionsläden nutzt und immer zu viel Material mitnehmen will….

Dank dem Techniksupport von Sony mit der Kamera, einer Produktlinie deren Mitglieder sich als robuste Arbeitstiere einen Namen gemacht haben und zum Quasistandart im Prosumer Bereich geworden sind, und der noch rechtzeitig nachgelieferten Hinterkamerabedienung (passte selbst um den extra dicken Schwenkarm des Studio80 Schwenkkopfes) und einem unter solch k. o.-artiger Kombination von Sand und Feuchtigkeit absolut notwendigem Rainslicker.

Die mitgeführten Lichter haben wir mangels Notwendigkeit und der atemberaubenden Schönheit des Lichts zur beleuchtungstechnischen Verschönerung unseres Quartiers benutzt. Nicht zuletzt bewährte sich die Schlepperei des extra schweren Heavyduty-Stativs (meine neue dreibeinige Freundin) an dem konnten wir uns in den ärgsten orkanartigen Momenten auch mal festhalten. Saubere Schwenks waren dann eigentlich auch nur im Windschatten unserer eigenen Körper möglich, wenn alle dicht gedrängt einen Schutzwall bildend die Kamera umringten.

Die Gischt der anbrandenden Wellen legte sich als feiner Sprühnebel in den Wind - gut für eine Lungenkur – und die Knöchel wurden permanent von Schwaden heimtückischen Sandes umweht. Überhaupt war der Sand unser ständiger Begleiter, der am Abend aus unseren Sachen, den Zähnen, und dem Quartier gebürstet werden musste.

Kalt war´s auch, aber das kann ja einen S… nicht erschüttern, heiße Getränke in den mittäglichen Verschnaufpausen und überzählige Handschuhe und Schals wurden solidarisch geteilt…der weiter oben erwähnte Rum, der zum Meer gehört wie Fisch und Möven, versöhnte uns dann abends wieder mit Broder Vind und Søster Nordsøen. (dänisch für Bruder Wind und Schwester Nordsee)

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© Robert Laatz

Die vielen Situationen, die sich ergaben waren eindrucksvolle Begegnungen mit den Menschen, die ganz ungerührt von den Tagesgästen dort ihr Leben mit dem und vom Meer einrichten. Situationen voll visueller Kraft. Bernsteinfischer, die nach dem Sturm ihre angetriebenen Schätze -millionenalt- im Mund sicher bewahren, wenn sie ihre Netze durch die Brandung ziehen oder die Dorschfischer, deren rot und schwarz beflaggten Boote beim Anlanden und Ausnehmen des Fisches von Heerscharen von Möwen umlagert werden Dazwischen taucht dann wie aus einer anderen Welt, ein in schwarzem Neopren vermummter Wellenreiter auf und bahnt sich ungerührt und zügig seinen Weg vom Strand zum Wasser. Den Blick starr auf die Wellenformationen gerichtet, und am Horizont brennt der Himmel.

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© Robert Laatz

Die Stärken und Schwächen des Materials wurden nach dem Essen bei der rituellen 1:1 Mustersichtung diskutiert und als Ergebnis in den Drehplan für den nächsten Tag eingearbeitet. Unsere eigens zu diesem Zweck mitgenommene Kombination aus Aktivboxen und 7 Zoll Sony CRT Fieldmonitor erwies sich als fundamental zur Beurteilung aufnahmetechnischer Parameter. Für mich als Bildgestalter war es wichtig eine Möglichkeit zu haben, das Material ohne großen Aufwand auf seine Gradingmöglichkeiten zu prüfen.

Unsere Drehpraxis musste sich an der optischen und mechanischen Predisposition des ½ Zoll Formates in Punkto Tiefenschärfe orientieren, wobei die Vorzüge dieser Kameraklasse und besonders der Z1 speziell für das dokumentare Drehen, ganz eindeutig in der Kombination von extremer Agilität, Robustheit und Feintuningmöglichkeiten liegen. Das hat natürlich Einfluss auf das optische Konzept, lässt aber trotzdem episches, visuell hochwertiges Erzählen zu.

Mit der schnellen (ohne Menüumweg) stufenweisen Beeinflussung des Weißabgleichpresets, lässt sich der Postproduktionsaufwand reduzieren und man hat schon während des Drehprozesses Einfluss auf die farbdramaturgische Gestaltung. Ein echter Pluspunkt aus meiner Sicht.

Die wählbare Belegbarkeit der Assign-Tasten haben mir die Kommunikation mit der Kamera erleichtert besonders wenn die Hände in Handschuhen stecken, oder unter einem Regenschutz sich blind bewegen müssen.

Der optische Zoombereich des Objektivs ist komfortabel, aber sollte sujetabhängig im Telebereich durch Einsatz eines Konverters aufgestockt werden.

Alle Rechte vorbehalten einschließlich Vervielfältigung. Verwendung nur gegen Honorar und Belegexemplar. Urhebervermerk wird gemäß § 13 UrhG verlangt.

Meer-Bilder zum anklicken

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Alle Rechte vorbehalten einschließlich Vervielfältigung. Verwendung nur gegen Honorar und Belegexemplar. Urhebervermerk wird gemäß § 13 UrhG verlangt.

February 21st, 2008 von kirstin

25.1.2008 Vorbereitung zum Dreh “Wellenlese”

Wir befinden uns derzeit mitten in den Vorbereitungen für unseren Dreh, der am Ende der nächsten Woche beginnt. Wir haben für eine Woche ein Haus in den Dünen an der dänischen Nordseeküste gemietet, in dem wir es uns mit dem Filmteam gemütlich einrichten, um in Ruhe zu drehen.

Das Team besteht aus 7 Leuten: Linda (Produktion, Co-Regie), Kirstin (Regie), Robert (Kamera), Torsten (Wasserkamera), Ronny (Ton), Rüdiger (Fotos), Hendrik (Protagonist, Dichter und Surfer).

Wir haben immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass es schneien wird, sind aber auch darauf vorbereitet, dass es ein vorzeitiger Frühling wird.

Da wir uns den Wind- und Wetter-Verhältnissen anpassen müssen, werden wir die Ton- und Kameraausrüstung etwas aufrüsten - mit einem guten Windkorb für das Mikro und Wasserschutz für die Kamera, der auch vor dem Sand schützt.

Um uns das gedrehte Material gleich abends angucken zu können, beschäftigen wir uns noch mit diversen Schnittprogrammen, in denen man das Material auch in der tollen HDV-Qualität ansehen kann. Wir haben das Problem, dass die Kamera von diversen PC’s und Laptops nicht erkannt wird. Im DVCAM-Modus wurde sie von einem Apple-Notebook mit Final Cut erkannt. Es sieht so aus, als wäre dies unser Programm. Jetzt sieht es allerdings noch so aus, als wenn wir uns zum Sichten mit der runterkonvertierten DVCAM-Qualität begnügen müssen.

Eine andere Möglichkeit wäre einen HD-Monitor zu leihen, der aber allerdings wieder Geld kostet.

Wir sind alle sehr gespannt, vor allem, ob es auch gute Wellen für Hendrik geben wird und die Wasserkamera zum Einsatz kommt.

December 1st, 2007 von kirstin

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December 1st, 2007 von kirstin

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November 27th, 2007 von kirstin

Klitmöller

November 27th, 2007 von kirstin

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November 27th, 2007 von kirstin

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November 27th, 2007 von kirstin

Wellenlese –

ein poetisches Porträt über das Dichten und das Wellenreiten

Buch und Regie: Kirstin Büttner

Co-Regie: Linda Matern

Produktionsleitung: Linda Matern

Kamera: Robert Laatz

Wasserkamera: Torsten Schulze, Tonix Pictures GmbH, http://www.tonix.net/

Ton: Ronny Schmidt

Dichter und Protagonist: Hendrik Rost

Inhalt: Der Film ist ein poetisches Porträt des Hamburger Lyrikers Hendrik Rost. Er ist Dichter und Wellenreiter.

In den letzten Jahren hat Hendrik 4 Lyrikbände veröffentlicht, u. a. Aerobic und Gegenliebe, Gedichte (2001, Grupello) und Im Atemweg des Passagiers, Gedichte (2006, Wallstein). Durch renommierte Preise wie den Clemens Brentano Preis, den Wolfgang-Weyrauch-Preis zum Literarischen März und den Dresdner Lyrikpreis sowie diverse Lesungen und Veröffentlichungen hat er sich in der deutschen Lyrikszene etabliert.

… Meeres Rat

am Rande: Die lange Sicht. So ernüchtert schöpfe ich

Atem, um Schritt zu halten mit der Kreation …

Aus: Im Atemweg des Passagiers

Als ehemaliges Mitglied der deutschen Nationalmannschaft im Wellenreiten hat Hendrik jahrelang an weltweiten Surf-Wettbewerben teilgenommen. Das Wellenreiten ist bis heute sein liebstes Hobby geblieben. Regelmäßig fährt er nach Dänemark, um dort zu surfen.

Wir wollen Hendrik auf einer winterlichen Reise an die Nordsee begleiten, um mit ihm über das Dichten und das Surfen zu reflektieren. Im Vordergrund steht die Frage, wie er seinen persönlichen Weg zum Dichten gefunden hat und wie er diesen Weg umsetzt. Um der Person Hendrik und seiner Art zu Dichten näher zu kommen, wollen wir seine beiden gegensätzlichen Leidenschaften - die intellektuelle Leistung des Dichtens und die körperliche Handlung des Surfens - poetisch miteinander verbinden.